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Innovative Einbindung aller Systeme

Das intelligente Zusammenwirken verschiedener Sektoren ist eine wesentliche Herausforderung bei der Umsetzung einer urbanen Energiewende.

Neuartige Konzepte sollen helfen, die intelligente Verbindung von Stromerzeugung, -verteilung, -speicherung und -verbrauch optimal umzusetzen. Einer der Lösungsansätze wird als „Sektorenkopplung“ bezeichnet: Dabei geht es grundsätzlich darum, die bisher autark entwickelten Bereiche Strom, Gas, Wärme und Verkehr intelligent miteinander zu verknüpfen, um insgesamt eine effizientere Energienutzung sowie Einsparungen im Systemausbau zu erreichen. Zentrale Kopplungsstrukturen und zellulare digitalisierte Steuerungs- und Regelungskonzepte können erheblich dazu beitragen, die Klimaziele Deutschlands zu erreichen. Dafür bietet die Metropolregion Hamburg ideale Bedingungen.

Ein konkreter Anwendungsfall in Hamburg ist die Kopplung des Strom- und Wärmenetzes: Mit Hilfe der sogenannten „Power-to-Heat-Technologie“ wird überschüssige Energie in Wärme umgewandelt. Dazu befindet sich in unserem Umspannwerk Karoline ein elektrischer Kessel, der als Fernwärmestützpunkt betrieben wird. In Zeiten geringer Wärmeeinspeisung kann die überschüssige Energie aus dem Stromnetz genutzt werden, um aufkommende Wärmelücken zu füllen. Es entsteht emissionsfreie Wärme aus Überschuss-Strom, und die bisher i. d. R. primärenergiegespeiste Reservesysteme der Fernwärme werden entbehrlich.

Zwei wesentliche Handlungsfelder

Wir wollen einerseits die lokale Erzeugung aus erneuerbaren Energien im Hamburger Stadtgebiet integrieren und andererseits das Verteilungsnetz optimal an die vorrangige Aufnahme eines wetterbedingt stark schwankenden Energieangebots aus den Wind- und Sonnenenergie- Erzeugungsregionen Norddeutschlands anpassen. Dafür beteiligen wir uns unter anderem an der Projektinitiative NEW 4.0

Hier erfahren Sie mehr über die Projektinitiative NEW 4.0

Netzplanung mit Weitblick

Mit dem Ziel, die zukünftige Entwicklung im Individual- und öffentlichen Nahverkehr abzubilden, haben wir mit unseren Projektpartnern Hamburger Hochbahn und Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein eine Universitätsstudie beauftragt, die zeigen soll, welche Auswirkungen die zunehmende Elektromobilität auf das Hamburger Stromnetz hat und welche Anforderungen sich hieraus für den zukünftigen Netzausbau ergeben. Basierend auf der Steigerung des Energiebedarfs, insbesondere durch Elektromobilität und den daraus resultierenden Lastzuwächsen, prognostizieren wir notwendige Um- und Ausbaumaßnahmen in unserem Verteilungsnetz. Wir passen unseren Netzausbauplan regelmäßig an, um sowohl die Erneuerungs- als auch die Netzausbaumaßnahmen sinnvoll und kosteneffizient zu koordinieren.

Hier erfahren Sie mehr über die Studie