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Innovationen für die Netze der Zukunft

Die Stromnetz Hamburg GmbH stellt sich schon heute den Herausforderungen der Energiewelt von morgen. Mit Innovationskraft und Weitblick unterstützen wir die Energiewende und arbeiten an nachhaltigen Lösungen für eine sichere sowie saubere Energieversorgung.

Dafür gehen wir vielfältige Partnerschaften rund um intelligente Netze bzw. die komplexer werdenden Strukturen von Energiesystemen ein und fördern Innovationen rund um die Elektromobilität.

Vorreiter in Sachen Elektromobilität

Unter Deutschlands Metropolen nimmt Hamburg auf dem Gebiet der Elektromobilität eine Pionierrolle ein. Stromnetz Hamburg verfügt über eine lange Erfahrung in diesem Bereich und unterstützt die Stadt bei der Umsetzung des Masterplans zur Weiterentwicklung der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Bis Ende 2016 sollen bis zu 5.000 batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-In-Hybride auf Straßen der Hansestadt rollen. Dafür wird der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur konsequent vorangetrieben. Die Stromnetz Hamburg GmbH ist als Generalauftragnehmer der Stadt Hamburg für die Errichtung und den Betrieb der öffentlich zugänglichen Ladestationen zuständig.

Im Rahmen des entsprechenden Projektes übernehmen wir die bestehende Ladeinfrastruktur von den bisherigen Betreibern, bauen sie weiter aus und stellen neue Zugangsmöglichkeiten wie beispielsweise „direct pay“-Dienste über SMS bzw. über eine Smartphone-App zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zu unseren Aktivitäten im Bereich Elektromobilität und eine Übersicht über die aktuellen Ladepunkte in Hamburg finden Sie hier

Smart Grid

Zum Umbau des Stromnetzes zu einem intelligenten Netz, einem so genannten Smart Grid, gehört das Programm zur Fernsteuerbarkeit des Mittelspannungsnetzes. Bis 2023 werden in Hamburg ca.  2.200 Netzstationen so umgerüstet, dass sie fernüberwacht und ferngesteuert werden können. Zur Umsetzung dieses Programms investieren wir über die Gesamtlaufzeit rund 75 Mio. Euro.

Die Fernsteuerbarkeit führt dazu, dass ein großer Teil der von einem Stromausfall betroffenen Kunden innerhalb der ersten fünf Minuten wiederversorgt werden kann. Dies erfolgt einerseits durch eine schnellere Eingrenzung des Fehlerortes mit Hilfe von Überwachungseinrichtungen, die direkt an die Netzwarte der Stromnetz Hamburg angebunden sind sowie durch Umschaltungen, die zentral aus der Netzwarte der Stromnetz Hamburg erfolgen können. Die Dauer der Fehlersuche und die manuellen Schaltungen vor Ort einschließlich der hiermit verbundenen Fahrzeiten der Monteure können so erheblich reduziert werden.

Monitoring des Netzes

Gemeinsam mit der LichtBlick AG hat Stromnetz Hamburg zudem über den Zeitraum von 2 Jahren ein in Deutschland in diesem Umfang einmaliges Smart Grid-Projekt zur netzgeführten Steuerung von Mini-BHKW durchgeführt. Hierbei konnten wir die positiven Einflussmöglichkeiten der dezentralen Kraftwerke auf das Verteilungsnetz untersuchen, indem die Stromeinspeisungen gezielt zur Senkung der Netzlast eingesetzt wurden. Das Projekt hat aufgezeigt, dass durch den netzgeführten Einsatz dezentraler Stromerzeuger auch Entlastungen des Stromnetzes möglich sind.

Im Feldversuch: der regelbare Ortsnetztransformator

Um der zunehmenden Durchsetzung der Netze mit Erzeugungsanlagen zu begegnen, hat Stromnetz Hamburg im Rahmen eines zweijährigen Feldversuchs den regelbaren Ortsnetztransformator (RONT) getestet. Bei hohen Spannungsschwankungen im Niederspannungsnetz soll dieser die an der Niederspannungsseite eingestellte Spannung vergleichmässigen und somit zu hohe oder zu niedrige Spannungen im Niederspannungsnetz vermeiden. Dies hilft, anstehende Netzverstärkungsmaßnahmen zu verzögern und trotzdem erneuerbare Energien schnellstmöglich am Netz anzuschließen.

Mit diesem Pilotprojekt sollen verschiedene Einstellungen des Spannungsreglers auf ihre Auswirkungen auf das Spannungsband im Niederspannungsnetz hin untersucht werden, um eine allgemeingültige Einstellung für das Stromnetz Hamburgs zu finden. Für dieses Vorhaben statteten wir eine Station im Süden Hamburgs mit dem RONT aus. Die Kabelverteilerschränke (die Trennstelle zu den umliegenden Stationen) wurden mit Messtechnik ausgerüstet.

Insgesamt haben wir mit diesem Projekt bis heute schon zahlreiche Erfahrungen gesammelt. Vor allem konnte die für unser Netz bestmögliche Reglereinstellung ermittelt und der Einsatzbedarf des regelbaren Transformators für das gesamte Verteilungsnetz abgeschätzt werden.