Mittwoch, 10. Januar 2018

Energienetz der Zukunft

Verteilnetzbetreiber Ost und 50Hertz präsentieren Lösungen für stabilen Netzbetrieb

Energiewende in Deutschland bedeutet, dass die Struktur der Stromerzeugung sich grundlegend ändert. Es gibt immer weniger große Kraftwerke und immer mehr Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die wetterabhängig Strom bereitstellen. Die Netzbetreiber der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind schon heute Vorreiter bei der Integration erneuerbarer Energien in die Stromversorgung. In den Jahren 2015 und 2016 lag der Anteil schon bei fast 50 Prozent, damit hat sich seit 2008 der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch im Norden und Osten bereits verdoppelt. Darüber hinaus erwarten Netzbetreiber auch Änderungen auf der Verbrauchsseite insbesondere durch einen Zuwachs an Elektromobilität. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen übernehmen die Verteilnetzbetreiber Ost und 50 Hertz gemeinsam Verantwortung und entwickeln kooperativ Lösungen für die sichere Energieversorgung der Zukunft.

Verteilnetzbetreiber im Osten der Bundesrepublik Deutschlands (Avacon Netz GmbH, E.DIS Netz GmbH, ENSO NETZ GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH, Stromnetz Berlin GmbH, Stromnetz Hamburg GmbH, Netze Magdeburg GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG und WEMAG Netz GmbH) und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH (50Hertz) haben sich dafür bereits 2014 auf ein 10-Punkte Programm verständigt. Jetzt legen die in der ARGE Ost zusammengeschlossenen Netzbetreiber einen Bericht mit konkreten Lösungsvorschlägen vor. Diese unterstützen die Unternehmen mit gemeinsamen Pilotprojekten. Gemeinsames Ziel ist es, die neuen Anforderungen an die Führung der Netze zu meistern und zu trainieren, Informationen effizient zu teilen, die Chancen der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen und gemeinsam Prognosen zu verbessern. Ein Beispiel: Um das elektrische System sicher zu betreiben, müssen Verbrauch und Einspeisung jederzeit im Gleichgewicht sein. Dieses Gleichgewicht muss auch in Zukunft gemeinsam sichergestellt werden, wenn immer weniger große Kraftwerke dafür zur Verfügung stehen. Weht zum Beispiel der Wind weniger stark als angenommen, folgt daraus eine geringere Stromeinspeisung als geplant. Diese Abweichung muss mit Ausgleichsenergie kompensiert werden, ansonsten drohen Stromausfälle.

Der komplette Zwischenbericht für das 10-Punkte-Programm zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit ist auf den Websites aller mitwirkenden Verteilnetzbetreiber und 50Hertz eingestellt.

Unternehmensbeschreibungen und Ansprechpartner:

Über die WEMAG Netz GmbH:
Die WEMAG Netz GmbH aus Schwerin betreibt ein Versorgungsnetz für elektrische Energie in Westmecklenburg sowie in Teilen von Brandenburg und Niedersachsen. Das Netzgebiet umfasst ca. 8.000 Quadratkilometer. Etwa 15.000 Kilometer Leitungen dienen hier der sicheren und qualitätsgerechten Stromverteilung. Die WEMAG Netz GmbH ist ein Tochterunternehmen der WEMAG AG, die sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen des Versorgungsgebietes befindet.

Kontakt WEMAG Netz GmbH:
Dr. Diana Kuhrau
Pressesprecherin der WEMAG-Unternehmensgruppe
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Tel.: +49 385 755-2289
Mobil: +49170 921-2289
Diana.Kuhrau@wemag.com

Kontakt Stromnetz Hamburg GmbH
Anette Polkehn-Appel
Pressesprecherin
Bramfelder Chaussee 130, 22177 Hamburg
Telefon: 040 49202 8344
Fax: 040 49202 8603
presse@stromnetz-hamburg.de