Share on Facebook0Tweet about this on TwitterGoogle+0

Vergütung für Erzeugungsanlagen

Elektrische Energie, die Einspeiseanlagen in das Hamburger Verteilungsnetz einspeisen, wird nach den gesetzlichen Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) durch die Stromnetz Hamburg GmbH oder einen Dritten als Direktvermarkter vergütet.

Vergütung nach EEG

Für jede eingespeiste Kilowattstunde erhalten Einspeiser eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Das Geld kommt jedoch nicht vom Staat, sondern von den Übertragungs- und Verteilungsnetzbetreibern. Sie haben zusätzlich die Aufgabe, die eingespeiste Solar- oder Windenergie an der Strombörse zu verkaufen.

Für die Differenz zwischen dem Wert des Ökostroms an der Börse und der in der Regel höher liegenden Einspeisevergütung kommen die Stromverbraucher durch die so genannte EEG-Umlage auf – und zwar unabhängig davon, ob sie von ihrem Versorger Ökostrom beziehen oder nicht.

Die Vergütung erfolgt in Abhängigkeit vom Energieträger (z.B. Photovoltaik oder Windenergie), der Leistung der Anlage und dem Datum der Inbetriebsetzung. Nach Ablauf eines Jahres erhält der Anlagenbetreiber eine Jahresendabrechnung für die eingespeiste Strommenge auf Basis der zum 31. Dezember eines Jahres abgelesenen Zählerstände.

Die Auszahlung der Einspeisevergütung erfolgt in der Regel im monatlichen Abschlagsverfahren.

Einen Überblick über die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen finden Sie auf den Seiten der Bundesnetzagentur. Den Link finden Sie rechts unter „Weiterführende Links“.

Registrierung im Marktstammdatenregister

Seit dem 1. Juli 2017 sind Betreiber von EEG- und KWK-Anlagen verpflichtet, sich und ihre Anlagen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur zu registrieren. Wenn diese Registrierung nicht (rechtzeitig) erfolgt, verringert sich die Vergütung für den Zeitraum, in dem die Anlage nicht registriert ist. Außerdem stellt der Verstoß gegen die Registrierungspflicht gemäß § 21 Marktstammdatenregisterverordnung eine Ordnungswidrigkeit dar.

Marktstammdatenregister

Marktstammdatenregisterverordnung

An- und Abmeldung zur Direktvermarktung für EEG- und KWK-Anlagen

Die Veräußerung der Einspeisung aus EEG-Anlagen, die in den Geltungsbereich des EEG 2017 fallen, kann gemäß § 21b EEG 2017 auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

  1. Direktvermarktung mit Marktprämie nach § 20 EEG 2017
  2. Einspeisevergütung nach § 21 Abs. 1 und 2 EEG 2017 (auch Ausfallvergütung)
  3. Mieterstromzuschlag nach § 21 Abs. 3 EEG 2017
  4. Sonstige Direktvermarktung  nach § 21a EEG 2017

Für EEG-Anlagen ab 100 kW, die ab dem 01.01.2016 in Betrieb genommen wurden, ist die Direktvermarktung grundsätzlich verpflichtend.

Gemäß § 20 EEG 2017 besteht der Anspruch auf Marktprämie nur, wenn der Strom in einer Anlage erzeugt wird, die fernsteuerbar ist. Bitte füllen Sie zum Nachweis das angefügte Formular aus und senden uns dieses ausgefüllt mit den zugehörigen Nachweisen über die Inbetriebnahme der Fernsteuerbarkeit per E-Mail.

Auch für KWK-Anlagen ab 100 kW, die ab 01.01.2017 in Betrieb genommen wurden gilt grundsätzlich, dass eingespeiste Strommengen direkt vermarktet werden müssen. Eine Marktprämie wird hier allerdings nicht ausgezahlt. Alternativ kann der Strom auch selbst verbraucht oder an einen anderen Letztverbraucher weitergegeben werden.

 

Gemäß der Festlegung von Marktprozessen für Einspeisestellen der Bundesnetzagentur vom 29. Januar 2015 (BK6-14-110) muss die An- und Abmeldung der Direktvermarktung oder der Wechsel zwischen verschiedenen Veräußerungsformen dem Netzbetreiber spätestens vor Beginn des der Veränderung vorangehenden Monats im bundesweit einheitlichen, massengeschäftstauglichen Verfahren gemeldet werden.

Der Wechsel in die „Ausfallvergütung“ für EEG-Anlagen oder aus ihr heraus kann dem Netzbetreiber gemäß § 21c Abs. 1 EEG 2017 bis zum fünftletzten Werktag des Vormonats mitgeteilt werden.

Die An- oder Abmeldung zur Direktvermarktung bzw. Einspeisemeldung senden Sie bitte an unsere EDIFACT-Adresse.

Für den Fall, dass eine elektronische An- oder Abmeldung nicht möglich ist (z.B. wenn der erzeugte Strom unmittelbar ab dem Zeitpunkt der Inbetriebsetzung direkt vermarktet werden soll aber noch kein Zählpunkt bekannt ist) nutzen Sie bitte das Formular zur Anmeldung von Bilanzkreiswechseln und senden uns dieses ausgefüllt per E-Mail. Bitte beachten Sie, dass bei nicht ordnungsgemäßer Ummeldung Vergütungseinbußen drohen. Wir bitten Sie daher, sich im Zweifel über den Meldeweg frühzeitig mit uns abzustimmen.

Die An- oder Abmeldung kann auch durch den stromaufnehmenden Händler erfolgen, wenn dieser eine Vollmacht des Anlagenbetreibers hat.

Förderung nach KWKG

Für die selbstverbrauchte oder eingespeiste Strommenge erhalten Betreiber hocheffizienter KWK-Anlagen eine gesetzlich festgelegte Förderung.

Die Förderung erfolgt in Abhängigkeit von der Leistung der Anlage und dem Datum der Inbetriebsetzung. Betreiber von KWK-Anlagen sind verpflichtet, für ihre Anlage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einen Antrag auf Zulassung zu stellen.

Zulassung von KWK-Anlagen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Für die eingespeiste Strommenge wird zudem der durchschnittliche Preis (EEX-Strombörse) des jeweils vorangegangenen Quartals und der Arbeitspreis (und ggf. Leistungspreis) gemäß den aktuellen Netzentgelten der Stromnetz Hamburg GmbH gezahlt.

Durchschnittlicher Preis (EEX-Strombörse)

Netzentgelte

Die Auszahlung der Förderung erfolgt in der Regel im monatlichen Abschlagsverfahren. Nach Ablauf eines Jahres erhält der Anlagenbetreiber eine Jahresendabrechnung auf Basis der zum 31. Dezember eines Jahres abgelesenen Zählerstände.

Stromvergütung für KWK-Anlagen