Mittwoch, 28. März 2018

Stromnetz Hamburg stellt seine Hochspannungsmasten für sichere Nistplätze von bedrohten Vogelarten zur Verfügung und fördert damit den Artenschutz.

Gemeinsam mit European XFEL und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) wurden heute am Hochspannungsmast 1067 der 110 kV-Leitung 46-49 in Schenefeld vier Dohlen- und ein Turmfalken-Nistkasten angebracht. Dafür bestiegen zwei Hochspannungs-Techniker von Stromnetz Hamburg einen der Hochspannungsmasten auf einer Höhe von 20 Meter.

Die Strommasten bieten sich für diese speziellen Vogelarten als alternative Nistplätze in entsprechender Höhe an. Der Turmfalke ist ein Bodenjäger und nistet aber gerne auf Kirchtürmen oder anderen hohen Gebäuden. Als Halbhöhlenbrüter stehen ihm aber immer weniger „natürliche“ Nistmöglichkeiten zur Verfügung. Auch die Dohlen, die in ihrem Bestand stark bedroht sind, benötigen alternative Brutmöglichkeiten. Ältere Gebäude, in denen sie früher ihre Plätze für die Aufzucht gefunden haben, werden häufig restauriert und wärmegedämmt, so dass Mauerlöcher, Nischen und Hohlräume als natürliche Nistplätze verloren gehen.

Dr. Frank Poppe, Leiter des Nachbarschaftsbüros bei European XFEL sagt: “Wir installieren insgesamt 30 Nistkästen für heimische Vögel und Fledermaushöhlen auf unserem Betriebsgelände in Schenefeld. Weitere Ausgleichsmaßnahmen wie ortstypische Bepflanzungen werden unser Betriebsgelände in der Schenefelder Feldmark zu einem ökologisch wertvollen Ort für die lokale Fauna und Flora machen.“

Thomas Volk, technischer Geschäftsführer Stromnetz Hamburg GmbH ergänzt: „Wir hoffen, dass die Nistkästen gut angenommen werden und der Nachwuchs dieser Vogelarten damit gesichert ist. Aktivitäten dieser Art begleiten wir gerne und regelmäßig, denn die Schonung und der Erhalt von natürlichen Lebensgrundlagen ist uns sehr wichtig“.

Mitarbeiter der Stromnetz Hamburg GmbH bringt einen Nistkasten für Dohlen an einem Hochspannungsmast an